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Einmal Schalker,
Immer Schalker
 

Der zweite Däne im Schalker Trikot: Alex Nielsens Traum von der Bundesligakarriere dauerte nur 18 Monate

"Ich habe oft gegen Sand gespielt!"

Er kam in der Winterpause 1987/88, als sich der damalige Präsident Günter Siebert noch ein letztes Mal als "Diamantenauge" beweisen wollte. Der dänische U21-Nationalspieler Alex Nielsen sollte mithelfen, den drohenden dritten Bundesliga-Abstieg zu verhindern. Doch der Stürmer, für den die Knappen immerhin 170.000 € an Naestved IF überwiesen, wurde den Erwartungen nicht gerecht. Nach 15 Pflichtspielen ohne Torerfolg kehrte Nielsen 18 Monate später ohne großes Aufheben in seine Heimat zurück. Die Kontakte nach Gelsenkirchen rissen dennoch nie ab. Vor einigen Wochen stattete der inzwischen 36-Jährige den Königsblauen einen Besuch ab. Gelegenheit für den Schalker Kreisel, mit Alex Nielsen über seine Zeit im Schalker Trikot, seine weitere Karriere in Dänemark und natürlich das bevorstehende UEFA-Cup-Duell gegen Bröndby IF zu sprechen.

Alex Nielsen, wie kam Ihr Wechsel zu Schalke 04 zustande?
Ich spielte Ende der 80er-Jahre in Naestved, gemeinsam mit Bjarne Goldbaek. Zwei Scouts von Schalke kamen nach Dänemark und beobachteten uns. Bjarne ist dann im Sommer 1987 zu Schalke gewechselt. Etwa ein halbes Jahr später rief er mich aus Deutschland an und erzählte mir, dass Schalke ein guter Verein ist. Im Winter 1987/88 bin ich ihm dann gefolgt.

Welche Erinnerungen haben Sie an diese eineinhalb Jahre?
Ich habe sehr viel gelernt, obwohl ich nicht viel gespielt habe. Schalke ist ein Traditionsverein mit vielen Zuschauern und wir haben große Spiele gehabt. Während meiner Zeit hatten wir viele Trainer und sind in die zweite Bundesliga abgestiegen. Trotzdem war die Zeit sehr schön. Ich habe viele Freunde außerhalb des Fußballgeschäftes gefunden, zu denen ich heute noch Kontakt habe.

Warum verließen Sie den Club im Sommer 1989?
Ich bin wieder zu Naestved gegangen um wieder mehr Spielpraxis zu erhalten. Ich wollte nicht immer nur auf der Bank sitzen. Ich habe damals mit Schalke gesprochen und für den Verein war es in Ordnung, dass ich ging.

Wir verlief Ihre weitere Laufbahn?
Ich habe zunächst sechs weitere Jahre für Naestved gespielt, nebenher weiter in meinem Beruf als Schlosser gearbeitet. Deswegen bin ich erst 1997 zu AB Kopenhagen gegangen, wo ich einen Profivertrag unterschrieben habe. Bis zum vergangenen Sommer habe ich dort gespielt. Im Moment bin ich arbeitslos und hoffe, ich finde schnell eine Stelle.

Welche Beziehung haben Sie heute zu Schalke?
Jeden Samstag und Sonntag sehen wir deutschen Fußball im Fernsehen. Natürlich achte ich besonders auf Schalke. Auch wegen Ebbe Sand und Christian Poulsen. Ich habe oft gegen Ebbe Sand gespielt. Er ist ein sehr guter Mensch und sehr sympathisch. Christian Poulsen kenne ich nicht so gut.

Welche Bedeutung misst man in Dänemark dem UEFA-Cup-Duell zwischen Bröndby und Schalke zu?
Das steht jeden Tag in der Zeitung. Es ist nicht nur ein großes Ereignis für Bröndby, sondern ein großes Ereignis für ganz Dänemark. Bröndby ist in Dänemark sehr populär und einer der größten Vereine. Das Spiel ist schon lange ausverkauft.

Was würden Sie Ebbe Sand und Christian Poulsen vor der Partie in Kopenhagen raten?
Das ist ganz schwierig zu sagen. Auf jeden Fall muss Schalke den Zweikampf suchen und auf Konter lauern. Dann haben sie vielleicht eine Chance.

Heißt das, Sie rechnen damit, dass Bröndby als Sieger aus der Partie geht?
Ganz Dänemark glaubt an Bröndby und seinen Sieg über Schalke. Ich persönlich denke, Bröndby gewinnt 2:0.

       
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