03.01.2004: Vor vier Jahren gab Assauer Rekordtransfer bekannt

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Die Nachricht schlug auf Schalke ein wie ein Hammer von Ingo Anderbrügge: Am 3. Januar 2000 verkündete die Vereinsführung, dass "Emile" Lokonda Mpenza zum FC Schalke 04 wechseln würde. 17 Millionen Mark mussten die Knappen an Standard Lüttich überweisen: bis heute Vereinsrekord.

Verrechnet wurde die Summe allerdings mit Michael Goossens, der für gut vier Millionen Mark den Weg in die andere Richtung antrat. Und das Geld schien anfangs gut angelegt zu sein.

Mit 21 Jahren stürmte der belgische Nationalspieler die Herzen der Fans. Sechs Tore in seinen ersten sieben Spielen ließen die Anhänger träumen. Zwar folgte diesen Toren kein weiteres mehr bis zum Ende der Spielzeit, doch in der folgenden Saison setzte sich das Märchen fort: 13 Tore in 27 Spielen, dazu 11 Vorlagen. Emile Mpenza und Ebbe Sand fegten durch die Bundesliga. Fast hätte dieser Sturm sogar die achte Deutsche Meisterschaft nach Gelsenkirchen geholt. Immerhin wurde Sand 2001 Torschützenkönig, Schalke gewann den DFB-Pokal und zog durch den zweiten Platz in der Abschlusstabelle in die Champions League ein.

Die meisten Experten waren sich damals sicher: Lange würden die Verantwortlichen den Angreifer nicht mehr halten können. Ein europäischer Top-Club mit großer finanzieller Potenz würde den Belgier bald kaufen. Ein Trugschluss, es ging bergab. Emile Mpenza litt immer wieder unter Muskel-Verletzungen, kurierte die jedoch nicht richtig aus und verärgerte die Vereinsführung durch eigenwillige Prävention und Rehabilitation. Zudem schürten seine Berater ständig Gerüchte über "große Vereine", die an dem belgischen Nationalspieler interessiert sein sollten.

Das Verhältnis zwischen Spieler und Verein kühlte mit der Zeit merklich ab. Die Trennung im Sommer 2003 war vorauszusehen. Am 28. August erklärte Mpenza: "Ich will nicht mehr für Schalke spielen!" Er kehrte zu Standard Lüttich zurück und wechselte ein Jahr später wieder in die Bundesliga zum Hamburger SV.

       
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