06.01.2004: Vor 34 Jahren wurde Radoslav Latal geboren

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Vorlage waren seine Spezialität: Radoslav Latal (*6. Januar 1970) bereicherte sieben Jahr lang das Schalker Spiel auf der rechten Außenbahn. Der zweikampfstarke Tscheche entwickelte sich mit der Zeit zum Publikumsliebling. Dementsprechend groß war die Trauer, als er den Verein 2001 verließ.

Nach dem dramatischen Bundesliga-Finale 2001 und dem Pokalsieg verabschiedete sich Latal, den alle nur "Radek" nennen, in Richtung Tschechien. Damit schloss sich der Kreis, der 1980 bei Sigma Olmütz seinen Anfang genommen hatte. Mit zehn Jahren heuerte er bei dem Verein an, 1988 gab er für Olmütz sein Debüt in der ersten tschechischen Liga. Es folgte ein kurzes Gastspiel bei Dukla Prag (1989-91), ehe er zu Sigma zurückkehrte und 1994 ins Ausland wechselte.

Rudi Assauer lotste den Mann, der wie kein Zweiter mit seinem Hinterteil den Ball abschirmen konnte, schließlich ins Ruhrgebiet. Eigentlich als Mittelfeldspieler verpflichtet, musste er in seiner ersten Spielzeit in Königsblau nach der schweren Verletzung von Peter Sendscheid als Stürmer auflaufen. Ein gelungener Schachzug: Latal hatte mit sieben Toren großen Anteil daran, dass sich der Verein nach der Zittersaison 1993/94 im Mittelfeld platzieren konnte.

Allerdings war Latal auf der Position im rechten Mittelfeld wertvoller. 1997 stand er auf dem Feld, als die Mannen von Coach Huub Stevens in Mailand sensationell den UEFA-Cup gewannen. Ein Jahr später war er der Bundesligaspieler, der mit acht Vorlagen die meisten Tore per Flanke vorbereitet hatte. Sogar Vorbereitungen auf Bestellung waren in seinem Repertoire enthalten. Bestes Beispiel war ein Heimspiel gegen den VfL Bochum. In der Halbzeitpause fragte Kollege Marc Wilmots: "Radek, hast du nicht noch eine schöne Flanke für mich?" Kein Problem, kurze Zeit später folgte die gewünschte Hereingabe.

2001 war das Thema Schalke für den zweifachen Familienvater Latal beendet, der für sein Heimatland unter anderem an den Europameisterschaften 1996 und 2000 teilnahm. Er ging unter vielen Tränen zurück nach Tschechien. Heute kickt der 1,79 m große Rechtsfuß bei Banik Ostrau. Den Verein führte er als Kapitän in der vergangenen Saison zur Meisterschaft. In der Qualifikation zur Champions League scheiterte die Mannschaft indes an Bayer Leverkusen.

       
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