11.01.2004: Vor 49 Jahren wurde Günther Schubert geboren

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Heute wäre Günther Schubert (*11. Januar 1955) 49 Jahre alt geworden. Doch der Keeper, der für die Knappen sogar das Bundesligator hütete, verstarb vor zweieinhalb Jahren. Der plötzliche Herztod beendete das Leben des Torwarts, der auf Schalke Held für einen Tag war und dessen Fähigkeiten erst in Belgien richtig geschätzt wurden.

Zusammen mit Hans-Günther Bruns besuchte er Anfang der 1970er-Jahre das Jugendinternat von Schalke 04. Sie wohnten im Casino über der Trabrennbahn Gelsenkirchen und hatten beide den Traum, in der Bundesliga Fuß zu fassen. "Günther war immer sehr locker und offen", erinnert sich Bruns. "Ein kompletter Torwart. Reaktionsstark auf der Linie und mit genug Mumm ausgestattet, bei Flanken den Ball aus dem Strafraum zu boxen."

Doch während Bruns ein gestandener Bundesligaprofi (366 Erstliga-Einsätze für Schalke, Mönchengladbach und Düsseldorf) und gar vierfacher Nationalspieler wurde, währte die Karriere von Günther Schubert in der deutschen Elite-Klasse nicht lange. Der gebürtige Velberter kam lediglich auf drei Einsätze in der Saison 1976/77. Nach Aussetzern beim 5:4 gegen Tennis Borussia Berlin war die Bundesliga-Karriere schon wieder vorbei. Enver Maric war fortan bei Trainer Friedel Rausch wieder erste Wahl.

Vorher jedoch hatte der 1,84 m lange Keeper noch einen großen Auftritt. Im UEFA-Cup-Spiel gegen den FC Porto am 8. September 1976 feierte er seine Premiere im Trikot der ersten Mannschaft - und überzeugte. Schubert machte seine Sache ordentlich.

Nach einer 2:0-Führung bekam der 21-Jährige in Durchgang zwei eine Menge zu tun. Dabei musste er lediglich zweimal hinter sich greifen, was vor allem an Bernd Thiele und Klaus Fichtel lag, die je bei einem Gegentreffer unfreiwillig Pate standen. Sonst hielt Schubert seinen Kasten sauber und legte damit den Grundstein für das Weiterkommen der Knappen, die das Rückspiel mit 3:2 gewannen.

Im Sommer 1977 verließ Schubert der Königsblauen. Er wechselte zum damaligen Aufsteiger in die zweite Bundesliga Nord, dem 1. FC Bocholt und ging anschließend nach Belgien. "Dort wurde er glücklich", weiß Bruns zu berichten. "Er kickte bei zwei, drei kleineren Vereinen und wurde zweimal zum ‚Torwart des Jahres' in Belgien gewählt."

Nach seiner aktiven Karriere knüpfte er wieder Kontakt zu den Knappen. Schubert spielte einige Male für die Traditionsmannschaft. Somit waren auch auf Schalke viele geschockt, als sie von seinem plötzlichen und unerwarteten Tod erfuhren. Am 2. Juni 2002 erlag er einem Herzinfarkt.

       
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