20.01.2004: Vor 21 Jahren wurde Sigi Held als Trainer beurlaubt

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Erfolg als Spieler - Erfolg als Trainer. Dass dies nicht immer stimmen muss, musste der 41-malige Nationalspieler Sigi Held am 20. Januar 1983 erkennen. Zwar hatte er die Knappen im Sommer 1982 zurück ins fußballerische Oberhaus geführt, doch ein halbes Jahr später war das Kapitel Schalke 04 für ihn beendet.

Das Verhältnis zwischen Mannschaft und Coach war gestört, die Vereinsführung musste handeln. Sigi Held war es nicht gelungen, aus der Ansammlung von ausgeprägten Charakteren eine Mannschaft zu formen. Zur Winterpause rangierten die Knappen, die sich im Sommer mit Routiniers wie Bernard Dietz (MSV Duisburg) und Jochen Abel (VfL Bochum) verstärkt hatten, auf einem Abstiegsplatz. Siegfried Held, Europapokalsieger von 1966 und im selben Jahr Vize-Weltmeister, musste gehen. Für ein Spiel rückte Manager Assauer auf die Trainerbank (und holte beim 0:0 bei Borussia Mönchengladbach immerhin einen Punkt), dann kam Jürgen Sundermann. Doch der "Wundermann" aus Stuttgart führte das Team nur in die Relegation, wo nach einem 1:3 gegen den Zweitligadritten Bayer Uerdingen in der Krefelder Grotenburg und einem 1:1 im Parkstadion der zweite Abstieg besiegelt wurde.

Dabei schien Helds Wechsel vom Spielfeld auf die Trainerbank anfangs gut zu klappen. Im Alter von 38 Jahren bestritt er sein 422. und letztes Bundesligaspiel für Bayer Uerdingen, wenige Wochen später trat er sein erstes Engagement als Coach bei Schalke 04 an. Sein erster Erfolg: 1982 kehrte die Mannschaft nach dem ersten Abstieg umgehend als Zweitliga-Meister in die 1. Liga zurück.

In seiner gewohnt bescheidenen Art kommentierte Held im Interview mit dem Schalker Kreisel: "Schalke hat mit dem direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga sein Saisonziel erreicht. Das ist die Hauptsache. Und wenn ich ein wenig dazu beigetragen habe, dass letztlich alles geklappt hat, so bin ich zufrieden."

Diese zurückhaltende Art gepaart mit seiner unterkühlt wirkenden Ausstrahlung wurden ihm auf Schalke zum Verhängnis. Die Mannschaft zog nicht an einem Strang, zum Ende der Hinrunde rangierte der Aufsteiger auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Während Jürgen Sundermann letztendlich nicht in der Lage war, den Klassenerhalt zu sichern, begann für Sigi Held eine aufregende Trainer-Tour durch ganz Europa. Unter anderem war er drei Jahre Nationalcoach von Island (1986-89), arbeitete als technischer Direktor von Galatasaray Istanbul (1989/90) und heuerte auch noch zweimal in der Bundesliga (Dynamo Dresden und VfB Leipzig) an. Zuletzt war er für den maltesischen Fußball-Verband aktiv, ehe er am 20. September 2004 Nationaltrainer von Thailand wurde.

       
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