23.01.2004: Vor 21 Jahren übergab Assauer an Sundermann

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Sigi Held war so eben an dieser Aufgabe gescheitert, nun sollte ein "neuer Besen" in der Saison 1982/83 den Knappen den Klassenerhalt sichern. Interimscoach Rudi Assauer übertrug am 23. Januar 1983 Jürgen Sundermann die Verantwortung, der einen Tag später seine erste Übungseinheit auf Schalke leitete.

Die Ausgangslage war schwierig. Nach dem 0:0 bei Borussia Mönchengladbach waren die Königsblauen auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Das Team hatte von 18 Spielen lediglich drei gewonnen und war stark verunsichert. Ein Fall für Jürgen Sundermann (*25. Januar 1940), den "Wundermann".

Diesen Beinamen hatte er sich in seiner Zeit beim VfB Stuttgart erworben. In seiner aktiven Zeit hatte "Sund" bei Rot-Weiß Oberhausen, Viktoria Köln, Hertha BSC Berlin, dem FC Basel und Servette Genf gespielt, war 1960 beim 2:1-Sieg gegen Chile als 20-Jähriger sogar zu einem Länderspieleinsatz in der DFB-Elf gekommen. 1976 heuerte er im "Ländle" an. Ein Glücksfall für beide Seiten: Unter Sundermann schafften die Schwaben bereits ein Jahr später den Aufstieg in die 1. Bundesliga.

Kaum im Oberhaus des deutschen Fußballs angekommen, startete der VfB durch. Mit offensivem Fußball, der frei von taktischen Zwängen war, mischte das Team um Karlheinz Förster, Hansi Müller und Dieter Hoeneß die Spielklasse auf. Als Aufsteiger belegte die Mannschaft gleich Rang vier, verpasste ein Jahr später nur knapp die deutsche Meisterschaft. Die Stuttgarter standen Kopf, Sundermann war fortan nur noch der "Wundermann".

Erst 1982, unterbrochen durch eine Spielzeit bei Grashoppers Zürich, trennten sich die Wege von Sundermann und dem VfB. Er betreute eine Halbserie lang Stadtnachbarn Stuttgarter Kickers, ehe Rudi Assauer den begehrten Fußball-Lehrer zu den Knappen lockte. Der Manager war sich sicher: Mit ihm, der in Oberhausen aufgewachsen war, würde Schalke nicht absteigen.

Die erhoffte Wende fand jedoch nur ansatzweise statt. Sundermann, der beharrlich Optimismus verbreitete, führte das Team zwar auf den 16. Tabellenplatz, aber in den anschließenden Relegationsspielen unterlag der siebenfache Meister Bayer Uerdingen. Nach dem 1:3 in Krefeld, hätte man beim Rückspiel im Parkstadion zumindest 2:0 gewinnen müssen, um eine Verlängerung zu erreichen. Zwar gingen die Knappen durch Manfred Drexler in Führung, aber der Ausgleich Uerdinger Ausgleich durch den eingewechselten Michael Schumacher machte den zweiten Abstieg binnen zwei Jahren perfekt. Als Sundermann anschließend zögerte, das neue Schalker Vertragsangebot zu unterschreiben, wurde es Präsident Dr. Hans-Jürgen Fenne zu bunt. Er verkündete, dass die Zusammenarbeit zwischen Verein und Trainer beendet sei.

Sundermann packte erneut das Fernweh. Er arbeitete bei Racing Straßburg (1983-85) und Trabzonspor (1985/86), ehe er wieder in der Deutschland bei Hertha BSC Berlin landete (1986-88). Seine weiteren Stationen: Malatyaspor (1989), SpVgg Unterhaching (1990-91), VfB Leipzig (1991-93 und 1994), Waldhof Mannheim (1993), Sparta Prag (1994-95) und zum dritten Mal VfB Stuttgart (1995).

       
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