01.01.2005: Vor 15 Jahren starb Ernst Kuzorra

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Eine Legende verabschiedete sich am Neujahrsmorgen 1990. Wenige Wochen nach dem Berliner Mauerfall starb Ernst Kuzorra. Ein trauriger Tag für die Knappen, die allerdings kurze Zeit später zumindest wieder schmunzeln mussten.

Bei der Beerdigung auf dem Friedhof Rosenhügel kam es zu einem Zwischenfall, wie er nur auf Schalke passieren kann. Als um 10.30 Uhr 1000 Menschen von Schalkes größtem Sohn Abschied nahmen, war noch alles in bester Ordnung. Betretene Menschen lauschten Pfarrer Hans-Joachim Dohm, der die Bedeutung des Schalker Übervaters in Worte kleidete. "Die von ihm geschriebene Ruhmesgeschichte", verdeutlichte der Geistliche, "bildete in Krisenzeiten des Clubs immer wieder einen Rettungsanker für den FC Schalke 04. An Ernst Kuzorra haben sich alle aufgerichtet und letztlich wieder zusammengefunden, um an einem Strang zu ziehen."

Alles, was auf Schalke damals Rang und Namen hatte, war anwesend. Seine ehemaligen Weggefährten ließen es sich ebenfalls nicht nehmen zu erscheinen. Lediglich ein Mann fehlte: der Präsident. Günter Eichberg hatte seinen Urlaub auf den Bahamas unterbrochen, um an der Trauerfeier teilzunehmen. Ein Verkehrsstau in Nassau hatte schließlich seinen Zeitplan durcheinandergewirbelt, so dass der Klinik-Besitzer erst drei Stunden nach der Beisetzung in Gelsenkirchen eintraf.

Die Trauergemeinde saß schon beim Kaffeetrinken im Hans-Sachs-Haus. Ein Dilemma, welches die Schalker aber so nicht hinnehmen wollten. Der Ausweg: Charly Neumann organisierte die Wiederholung des Trauerzuges, mit einem auserwählten Kreis. Noch einmal raus zum Rosenhügel, Kranz niedergelegt, diesmal mit Eichberg. Und natürlich mit Fotografen und Kamera-Teams. Da wird sich sicherlich jemand im Grabe umgedreht haben...

       
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