19.01.2005: Vor 35 Jahren wurde Steffen Freund geboren

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Er gehörte zu einem Trio aus der ehemaligen DDR-Oberliga, das im Sommer 1991 zum FC Schalke 04 wechselte: Steffen Freund trug zwei Jahre lang das königsblaue Trikot, ehe er zum Reviernachbarn verkauft werden musste.

Die Schalker waren damals gerade wieder in die 1. Bundesliga zurückgekehrt. Präsident Günter Eichberg hatte kräftig investiert. Neben Freund, Hendrik Herzog und Henning Bürger, die alle im Osten das Fußballspielen erlernt hatten, wurden Sascha Jusufi, Uwe Leifeld und der dänische Nationalspieler Bent Christensen für viel Geld verpflichtet.

Von den sechs Neuzugängen konnte indes nur einer in der Spielzeit 1991/92 vollends überzeugen: Steffen Freund. Der Mann von Stahl Brandenburg absolvierte 33 Partien in der Saison und wurde zu einem unverzichtbaren Akteur im Schalker Mittelfeld. Er rackerte unermüdlich, stopfte Löcher und riss durch seine vorbildliche Einstellung seine Mitspieler mit.

Der Eifer des ehemaligen DDR-Jugendnationalspielers zahlte sich aus: Freund erarbeitete sich den Respekt der Fans, der Aufsteiger konnte die Klasse halten.

In der Hinrunde der Saison 1992/93 setzte sich die positive sportliche Entwicklung des gelernten Instandhaltungsmechanikers fort. Er verpasste von den ersten 17 Spielen nur ein einziges und krönte seine gute Serie mit einem Tor gegen den FC Bayern München im letzten Spiel vor der Winterpause.

Zu dem Zeitpunkt befand sich Freund bereits im erweiterten Kandidatenkreis für die Nationalmannschaft. Mitte Januar 1993 dann der Rückschlag: Die verschleppten Sprunggelenksprobleme machten sich wieder bemerkbar, Freund musste operiert werden. Erst Ende April konnte er sein Comeback geben.

Im Spiel gegen den Hamburger SV lief er von Beginn an auf und wurde mit Pfiffen begrüßt. Der Grund: Freund verabschiedete sich nach der Saison in Richtung Westfalenstadion. Die Schalker Vereinsführung brauchte Geld, Borussia Dortmund war interessiert an dem Perspektivspieler - und kaufte ihn schließlich.

Die Unmutsäußerungen verstummten allerdings mit der Zeit. Die Schalker Fans merkten recht schnell, dass Freund bis zum letzten Tag für seinen Club fightete. Als er gegen die Hanseaten in der 69. Minute das Feld verließ, spendeten viele Anhänger bereits wieder Beifall.

Was die Verletzung auf Schalke verhinderte, wurde im Februar 1995 Wirklichkeit: Steffen Freund wurde Nationalspieler. Er nahm an der Europameisterschaft 1996 teil, stand im Halbfinale gegen England bis zur 119. Minute auf dem Feld, und lediglich ein Kreuzbandriss verwährte ihm die Teilnahme am Finale, in dem Jürgen Klinsmann als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft den Pokal in Empfang nehmen konnte.

Nicht der einzige Titel des Brandenburgers. Mit Borussia Dortmund gewann die Champions League sowie den Weltpokal (1997) und wurde zweimal Meister (1995 und `96).

Im Januar 1999 heuerte er für viereinhalb Jahre bei Tottenham Hotspur an, gab 2003 beim 1. FC Kaiserslautern ein kurzes Bundesliga-Comeback und beendete 2004 seine Karriere bei Leicester City. Insgesamt bestritt er 21 Länderspiele und wurde in der Bundesliga 178 Mal (9 Tore) eingesetzt.

       
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