24.01.2005: Vor 49 Jahren wurde Bernd Thiele geboren

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Seine Aggressivität im Zweikampf war früh erkennbar. "Bernd Thiele geht ran wie ein Dobermann", titelte der Schalker Kreisel im November 1974. Der damals 18-Jährige, der am 24. Januar 1956 in Burg auf der Insel Fehmarn auf die Welt kam, hatte sich gerade in die erste Mannschaft gespielt. Es war der Beginn einer "kartenreichen" Karriere.

1959 war die Familie Thiele ins Ruhrgebiet gekommen und wurde in Herne heimisch. Über Blau-Weiß Herne und den SV Sodingen landete er bei Westfalia Herne, wo ihn die Schalker Talentspäher entdeckten. 1972 schließlich schloss sich der Jugendnationalspieler (22 Einsätze) den Blau-Weißen an.

Sein Debüt in der ersten Mannschaft ließ nicht lange auf sich warten. Am 11. August 1973 wechselte Ivica Horvat den 17-Jährigen in der 64. Minute für Rainer Budde ein. In derselben Partie hatte auch Rüdiger Abramczik sein Debüt gefeiert. Nur der spätere Nationalspieler war zu Bundesligazeiten jünger, als er seine erste Ligapartie für die Knappen absolvierte. Anschließend warf Thiele eine Verletzung zurück, so dass er erst ein Jahr später zum festen Stamm gehörte.

Thiele ließ sich von Anfang an nichts gefallen. Ein frecher Typ, der vor gestandenen Bundesligagrößen wie Hennes Löhr oder Sigi Held, die ihm als rechter Verteidiger gegenüberstanden, wenig Respekt zollte. "Bernd war bereits mit 18 mit allen Wassern gewaschen. Zusammen mit Rüdiger Abramczik gehörte er zu den größten Schalker Talenten der damaligen Zeit", erinnert sich Manfred Dubski, der lange mit ihm in einer Mannschaft spielte. Beide waren Mitte der 70er Jahre Jungprofis und freundeten sich an. "Ein unheimlich lustiger Kerl, mit dem du richtig Spaß haben konntest. Auf dem Platz indes war er ein Beißer."

Gerne erzählt Dubski die Anekdote, wie Thiele vor dem Anpfiff seinen Kontrahenten auf das vorbereitete, was sie in den nächsten 90 Minuten erwarten sollte. "Schon auf der Rolltreppe des Parkstadions hat er sich seinen direkten Gegenspieler geschnappt und ihn verbal bearbeitet. Eine Einschüchterungstaktik, die oft aufging." Trotz seiner geringen Größe (1,76 m) mehrten sich mit der Zeit die Stimmen, die den Schalker Terrier gerne in der Nationalmannschaft gesehen hätten. Und Manni Dubski ist sich sicher: "Wenn ein Kreuzbandriss Ende der 70er Jahre nicht dazwischen gekommen wäre, hätte er das geschafft."

Auf Schalke indes blieb er ein wichtiges Mitglied der Mannschaft, die 1977 in der Liga Platz zwei belegte. Bis 1983 hielt er dem Verein die Treue, stand in 162 Bundesligaspielen für Schalke auf dem Platz, in denen er fünf Tore erzielte und 40 Mal die Gelbe Karte sah. Des Feldes verwiesen indes wurde er nie.

Nach seiner Schalker Zeit unterschrieb er einen Vertrag bei Hannover 96. Mit den Niedersachsen stieg er 1985 in die erste Bundesliga auf, wo er zum Abschluss seiner Karriere im bezahltem Fußball noch 16 Mal im Oberhaus zum Einsatz kam.

       
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